Ihre HNO-Praxis in Stuttgart-Degerloch

Warum ambulant operieren?


Dank des ständigen Fortschrittes bei Narkoseverfahren, Medizin-Technik und Operations-Verfahren können immer mehr Operationen unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: es entfällt der Aufenhalt in der Klinik. Damit ist der Zeitaufwand reduziert (und damit meist auch der Arbeitsausfall), man bleibt in seiner gewohnten Umgebung. Gerade kleine Patienten (und deren Eltern) fühlen sich zu Hause meist wohler als in der Klinik.

Ambulante Operationen werden in der  Anästhesie-Praxisklinik von Dr. A. Rahmany, Olgastraße 57 A, 70182 Stuttgart durchgeführt.

 

Was operieren wir ambulant?

 

Adenotomie

Kinder haben häufig eine vergrößerte Gaumenmandel (Adenoide Vegetation, "Polypen"). Diese sitzt am Rachendach, sozusagen hinter der Nase. Ist sie vergrößert, ist zum einen die Nasenatmung behindert - das Kind atmet durch den Mund. Zum anderen werden die Tubenwülste verlegt - die Tube ist eine knorpelige Röhre, die das Mittelohr mit dem Nasenrachen verbindet und für die Belüftung des Mittelohres sorgt. Sind sie verlegt, wird das Mittelohr nicht richtig belüftet. Es resultieren Paukenergüsse, also Flüssigkeit im Mittelohr, und dadurch eine Hörminderung, häufig auch Mittelohrentzündungen. Bildet sich das Gewebe nicht von alleine in einem gewissen Zeitraum (3 - 6 Monate) zurück, ist eine operative Abtragung sinnvoll.

 

Tonsillotomie

Kinder haben häufig sehr große Mandeln (Tonsillen, Tonsilla palatina). Das macht eigentlich nichts, es sei denn, es führt zu Problemen: Schluckstörungen, Schnarchen, nächtliche Atemnot. Dann sollte man diese Mandeln verkleinern. Eine sehr elegante Technik ist die Abtragung per Radiofrequenz: Die Wundflächen bluten kaum, es ist eine sehr schonende Präparation möglich. Schmerzen und die Nachblutungsgefahr sind so gering, daß dieser Eingriff im Gegensatz zur Entfernung der gesamten Mandel (Tonsillektomie) ambulant durchgeführt werden kann. Die Restmandel verheilt ohne Narben, ihre Funktion bleibt komplett erhalten.

 

Paracentese (Trommelfellschnitt) und Einlage von Paukenröhrchen bei Kindern

Besonders bei Kindern mit "Polypen" (s. Adenotomie), selten auch bei Erwachsenen, besteht über einen längeren Zeitraum ein Paukenerguß. Dieser macht eine Schalleitungsschwerhörigkeit von etwa 30 dB, d.h. der betroffene Mensch ist funktionell schwerhörig. Gerade für Kinder in der Phase der Hörbahnausreifung und Sprachentwicklung kann das schädlich sein, unter Umständen können die entstehenden Entwicklungsrückstände im späteren Leben nicht mehr komplett aufgeholt werden. Deshalb kann man zwar den Spontanverlauf abwarten, denn meist vergeht der Erguß von alleine. Nach 3 - 6 Monaten sollte aber eine Belüftung von außen erfolgen. Hierzu wird ein kleiner Schnitt ins Trommefell gelegt und das dahinterliegende Sekret abgesaugt. Ist eine längere Ausheilungsphase zu erwarten, wird in den Schnitt ein kleines Röhrchen eingelegt, um dieses offenzuhalten. Das Röhrchen wird meist innerhalb von 6 - 9 Monaten von alleine abgestoßen, eine Entfernung ist nicht notwendig.

 

Verkleinerung der Nasenmuscheln

Die Nasenmuscheln sind die Schwellkörper in der Nase. Jede Seite besitzt ein obere, mittlere und untere Nasenmuschel - längliche, leicht eingerollte Strukturen, die von der seitlichen Nasenwand in die Nasenhaupthöhle ragen. Sie regulieren die Nasenweite, dienen gleichzeitig der Säuberung und Anfeuchtung der Atmungsluft. Ist ihre Schleimhaut dauerhaft geschwollen, die Muschel also vergrößert, kommt es zu einer Einschränkung der Nasenatmung (was jeder vom Schnupfen kennt). Besteht keine behandelbare Ursache wie z.B. Allergien kann eine chirurgische Verkleinerung helfen. Die von uns angewandte Methode ist die Radiofrequenz-Chirurgie: eine Sonde wird in örtlicher Betäubung in die Schleimhaut eingestochen, über sie wird Strom appliziert. Dieser überträgt Energie und damit Wärme in das Gewebe; das betroffene Gewebe wird vom Körper abgebaut und in eine Narbe umgewandelt - das Volumen ist reduziert. Die Schleimhautoberfläche wird geschont, so daß es nicht zu Funktionsstörungen der Schleimhäute oder größeren Blutungen kommt.

Die Verkleinerung der Nasenmuschel per Radiofrequenz (oder Laser) wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

 

Für Operationen, die einen stationären Aufenthalt erfordern, arbeiten wir eng mit belegärztlich arbeitenden Kollegen und den HNO-Kliniken des Marienhospitals (Chefarzt Prof. Dr. Dr. Steinhart) und des Klinikums Stuttgart (mit den Standorten Katharinenhospital und Olgahospital, Chefarzt Prof. Dr. Sittel) zusammen. So können wir eine optimale Versorgung unserer Patienten sicherstellen. 

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